Carsten Hauptmeier in Hessen: Dieser Journalist kommt wieder

Der Journalist steht in einem Klassenzimmer.

Carsten Hauptmeier (32. Lehrredaktion) hat Ende April das Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen besucht. Dort ist er zur Schule gegangen. Gestern hat er die Aktion an der Schule seiner Kinder, der Bettinaschule in Frankfurt am Main, wiederholt. Und er ist sicher: Das war nicht das letzte Mal.

Puh, das fordert, aber dennoch könnte es zur Gewohnheit werden: Schülerinnen und Schülern meinen Beruf zu erklären, für Qualitätsjournalismus zu streiten, mich ausfragen und hinterfragen zu lassen. Gleich zweimal ging ich für #journalistenschule an Schulen: am 20. April an meine alten Schule, das Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen, wo 200 Jugendliche in der Aula saßen; und am 3. Mai, dem Tag der Pressefreiheit, zu immerhin noch 100 Schülern an die Bettinaschule in Frankfurt am Main.

Ich glaube, dass wir alle dabei viel gelernt haben – die Schülerinnen und Schüler hoffentlich, was Fake News und Fakten unterscheidet, wie wichtig verlässliche Quellen sind oder dass Medien in Deutschland nichts verschweigen, aber doch auch auswählen müssen, was sie berichten.

Wir haben darüber gesprochen, was Pressefreiheit bedeutet – und dass die nicht selbstverständlich und für Demokratien unerlässlich ist. Und mit den Schülern habe ich auch sehr ernsthaft und kontrovers Fragen diskutieren können, die uns in den Redaktionen jeden Tag umtreiben, etwa die, ob bei Straftaten die Nationalität eines Verdächtigen genannt wird oder nicht.

Ich habe gelernt, dass viele Jugendliche ein feines Gespür dafür haben, was Gerüchte und Spekulationen, Fake News und Propaganda von seriösen Nachrichten unterscheiden. Ein Grundvertrauen in Qualitätsmedien ist da. Doch daneben gibt es eben auch mal die Vorstellung, dass Medien nicht alles berichten. Da hilft nur: zuhören, erklären, argumentieren – das Gespräch suchen. Allein dafür hat sich jede Minute der beiden Schulbesuche gelohnt. Vor allem kamen von der Schülerinnen und Schülern aber viele kluge, auch kritische Fragen. Die Neugierde war selbst vor der nahenden Mittagspause spürbar… und eingeschlafen ist zum Glück niemand.

An beiden Schulen steht eine Fortsetzung im Raum, unterschiedliche Ideen sind dafür im Gespräch: ein erneuter Vortrag mit Diskussion, Unterrichtsbesuche, Workshops, Hilfe beim Aufbau einer Schülerzeitung…was auch immer es wird: Ich komme wieder, keine Frage. Das Gespräch hat gerade erst begonnen, #journalistenschule geht weiter.

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