Trolle am Werk: Twitter und die Aktion #journalistenschule

Zwischenzeitlich war der Hashtag auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Das Problem: Jeder kann Hashtags verwenden – auch losgelöst von dem eigentlichen Kontext.

Mit #journalistenschule möchten wir Journalismus transparent machen. Wie arbeiten wir? Warum spielen Zeit und Geld auch im Journalismus eine Rolle? Deswegen sind gestern zum Tag der Pressefreiheit rund 100 Alumni der Deutschen Journalistenschule an ihre ehemaligen Schulen gegangen, um mit Schülern ins Gespräch zu kommen. Diese Aktion wurde und wird unter dem Hashtag #journalistenschule im Internet beworben.

 

Dieser Hashtag landete zwischenzeitlich auf Platz vier der am meisten verwendeten Tags. Je höher ein Hashtag in den Trends liegt, desto mehr Aufmerksamkeit erhält er. Damit ist er aber auch anfällig für Missbrauch derjenigen, die gerne Aufmerksamkeit hätten. „Trolle am Werk: Twitter und die Aktion #journalistenschule“ weiterlesen

Marion Ammicht in Bayern: Das will die Journalistin von den Schülern wissen

Marion Ammicht (32. Lehrredaktion) ist freie Kulturjournalistin und Filmautorin. Sie schickte den Schülern im St. Bonaventura-Gymnasium in Dillingen an der Donau schon vor ihrem Besuch einen Fragebogen: Was wir Journalisten euch Schüler schon immer mal fragen wollten.

Alle DJS-Alumni, die für #journalistenschule in ihre alten Schulen zurückgekehrt sind, hatten das gleiche Ziel: Mit Jugendlichen über Journalismus reden.

Wie sie das tun, war den Journalisten jedoch freigestellt. Und so sind ganz unterschiedliche Methoden entstanden. Marion Ammicht wollte zunächst einiges von den Schülerinnen und Schülern wissen:

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Florian Neuhann in Nordrhein-Westfalen: Facebook? „Nee, da ist meine Oma!“

Florian Neuhann (39. Lehrredaktion) ist Hauptstadtkorrespondent des ZDF. Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Remscheid sprach er zu 230 Schülern, der Schuldirektion und einem Lokalreporter. Die Schüler sagten ihm: Facebook ist längst out.

Florian Neuhanns Fazit:

„Witzigste Frage an mich: Haben Sie schon einmal eine Strafe bekommen, weil Sie einen Fehler geschrieben haben? Spannendste Debatte: Mit einem deutsch-türkischen Schüler, den türkische TV-Nachrichten am meisten ansprechen.“

 

Vanessa Vu und Wolfgang Aigner in Bayern: Zwei Journalisten-Generationen

Vanessa Vu (54. Lehrredaktion) arbeitet heute bei ZEIT Online und war mit Wolfgang Aigner vom Bayerischen Rundfunk an ihrem ehemaligen Gymnasium in Pfarrkirchen. Ein Gespräch über Journalismus aus zwei Perspektiven. 

„Es war super spannend, Journalismus aus den Blickwinkeln der zwei Generationen zu erklären. Er erzählte Reagan-Anekdoten aus seiner Zeit als US-Korri, ich von Terrorberichterstattung heute. Er sprach über Öffentlich-Rechtliche und Radio, ich über Online und multimediales Arbeiten. Er erhielt Morddrohungen, weil er die morgendliche Volksmusik-Sendung abschaffte, und ich, weil ich über Migration berichte und einen Migrationshintergrund habe.“
Mit den Schülern diskutierten die beiden unter anderem über Rundfunkgebühren, ob man unter Zeitdruck überhaupt seriös berichten kann, und wie Journalisten zu ihren Infos kommen. „Am Ende hielten wir beide Plädoyers für unseren Beruf und waren uns einig: Egal, wie schwierig es manchmal ist und wie viel Hass man abbekommt: Es ist der schönste Beruf der Welt.“